Erste Applikation manuell anlegen
Das manuelle Anlegen einer Applikation dauert etwa 3 Minuten. Dieser Artikel erklärt alle Felder und gibt dir praktische Hinweise, welche Angaben wirklich wichtig sind – und welche du später ergänzen kannst.
Was gehört ins App-Inventar – und was nicht?
Bevor du anfängst: Leitstand ist kein universelles IT-Asset-Inventar. Hier dokumentierst du serverbetriebene Systeme – Software, die zentral läuft und von mehreren Personen oder Prozessen genutzt wird.
Rein gehören:
- ERP, CRM, Warenwirtschaft
- Produktionssteuerung, MES
- Intranet, Dokumentenmanagement, Ticketsystem
- Jede Anwendung mit einem Server dahinter
Nicht rein gehören:
- Client-Installationen auf einzelnen PCs
- Selbstgebaute Excel-Lösungen oder lokale Access-Datenbanken
- Desktop-Tools ohne Serverbezug
Was keinen Server und keine teamübergreifende Nutzung hat, erzeugt hier nur Rauschen. Im Zweifel: Wenn die App ausfällt und mehr als eine Person betroffen ist, gehört sie rein.
Neue Applikation erstellen

- Navigiere zu Inventar in der Seitenleiste
- Klicke oben rechts auf „App hinzufügen"
- Der Dialog „Applikation hinzufügen" öffnet sich
Im Dialog trägst du Name, Beschreibung, Status, Kritikalität, Infrastruktur, die beiden Verantwortlichen, Fähigkeiten und Tags ein. Pflicht ist nur der Name. Dienstleister und weiterführende Links ergänzt du anschließend auf der Detailseite der Applikation.
Die wichtigsten Felder
Name
Der offizielle Name der Applikation, wie sie im Unternehmen bekannt ist (Pflichtfeld). Verwende den gebräuchlichen internen Namen – wenn ihr „das CRM" sagt, nenn es so.
Verantwortliche
Leitstand kennt zwei Verantwortliche je Applikation, jeweils als E-Mail-Adresse: „Betrieblich verantwortlich (E-Mail)" (wer hält den Betrieb am Laufen?) und „Fachlich verantwortlich (E-Mail)" (wer verantwortet die Anwendung inhaltlich?). Beide sind optional, aber sehr empfohlen – sie sind die Grundlage für Erinnerungen und Audit-Nachweise.
Wer würde als Erstes angerufen werden, wenn diese Applikation ausfällt? Diese Person trägst du als betrieblich verantwortlich ein.
Status
Standard beim Anlegen ist Aktiv.
| Status | Bedeutung |
|---|---|
Aktiv | Produktiv im Einsatz |
Geplant | Einführung in Vorbereitung |
Evaluierung | Wird gerade geprüft oder getestet |
Abgekündigt | Wird abgelöst bzw. läuft aus |
Kritikalität
Wie schützenswert ist die Applikation? Die Einstufung Niedrig, Mittel, Hoch oder Kritisch ist die Basis für die NIS2-Sicht und das Compliance-Snapshot im Dashboard. → Mehr dazu: NIS2 & DSGVO
Beschreibung
Eine kurze Freitextbeschreibung: Was macht diese Applikation? Ein oder zwei Sätze reichen.
Beispiel:
„ERP-System für Einkauf, Lagerhaltung und Finanzbuchhaltung. Zentrales System für alle kaufmännischen Prozesse."
Hersteller / Dienstleister
Verknüpfe die Applikation auf ihrer Detailseite im Abschnitt „Dienstleister-Zuordnungen" mit einem Eintrag aus dem Dienstleister-Register (mit Rolle, z. B. „Betrieb"). Ist der Hersteller noch nicht angelegt, legst du ihn vorher unter Dienstleister an.
→ Mehr dazu: Dienstleister verwalten
Weiterführende Dokumentation
Verlinke auf der Detailseite unter „Weiterführende Dokumentation" weiterführende Dokumentation direkt an der Applikation – Handbuch in Confluence, Betriebskonzept in SharePoint, Ticket-Board. Leitstand ist der Einstiegspunkt, nicht das Ziel. Die Details bleiben dort, wo sie schon sind.
Applikation speichern
Klicke im Dialog auf „Speichern". Die Applikation erscheint jetzt im Inventar. Ein Klick auf die Zeile öffnet ihre Detailseite; dort werden Änderungen automatisch gespeichert.
Nach dem Anlegen: Was kommt als Nächstes?
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Infrastruktur verknüpfen – In welcher Betriebsumgebung läuft die App? (Falls nicht schon im Dialog ausgewählt.) → Infrastruktur anlegen & Apps zuordnen
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Geschäftsfähigkeit zuordnen – Welchen Geschäftsprozess unterstützt die App? → Fähigkeiten & Mapping